Die Hauptsonderschau des Zwerkkämpferclub Deutschland fand vom 05. bis 07. Dezember 2025 in Stammbach (Bayern) statt. Insgesamt standen 344 Tiere von 31 Ausstellern in den Käfigen.
Schon bei der Ankunft war sichtbar, dass die Schau internationale Aufmerksamkeit erhielt. Die Vielzahl an Fahrzeugen aus den umliegenden Anrainerstaaten zeigte, dass auch Gäste aus dem Ausland angereist waren.
Ein klarer Pluspunkt der Veranstaltung war die perfekte Ausleuchtung der Halle, die besonders für fotografierende Besucher ideal war. Die angenehme, rückenschonende Käfighöhe trug zusätzlich zu einem entspannten Besuch bei. Ein unerwartetes Highlight bildeten die kreativen Stempel der Preisrichter, die bei vielen Besuchern gut ankamen.
Nach einer kurzen Stärkung – serviert von einem jungen Helfer – begannen bereits die ersten Fachgespräche mit anwesenden Züchtern. Der Ausstellungskatalog kam schlicht und ohne überflüssigen Schnickschnack daher. Ein Blick hinein zeigte sofort: Es war praktisch das Who is Who der Zwergkämpferszene vor Ort.
Der überwiegende Teil der ausgestellten Tiere bestand aus Englischen Zwergkämpfern. Zahlenmäßig gefolgt von den Indischen Zwergkämpfer, und zwar in drei von 4 Farbschlägen. Die Bewertung der Inder empfand ich insgesamt als streng, aber fair. Deutlich fiel mir auf, dass bei vielen der Indischen Zwergkämpfer die Läufe zu dünn waren – ein Punkt, der nicht zu übersehen war.
Auch waren Zwerg-Malaien in gold-weizenfarbig sowie Zwerg-Asil in rotbunt und 2 Tiere in gelbbunt ausgestellt. Sieht man auch nicht alle Tage.
Ich machte mich anschließend an die vollständige Besichtigung aller Tiere und fertigte einige Fotos an. Im Laufe des Besuchs ergab sich zudem die Gelegenheit, den Vorsitzenden des Clubs kennenzulernen. Auf meine Frage nach dem Highlight der Schau antwortete er trocken, dass es bereits ein Erfolg sei, dass die Ausstellung überhaupt stattfinden konnte. Angesichts der kurzen Organisationzeit und der Rahmenbedingungen stimmt das. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Die Veranstaltung war ohne Zweifel ein Höhepunkt der diesjährigen Schausaison. Ein ehrlicher Dank an alle, die das möglich gemacht haben.
Zum Abschluss meines Besuchs erwarb ich noch einen Hahn aus der Linie von Max R. – eine Linie, deren Tiere mir bereits auf der Kreisschau in Apolda positiv aufgefallen waren. Ein wirklich strammer Bursche (der Hahn - ;o] ).
Fazit:
Der Besuch hat meinen Wissensschatz erneut spürbar erweitert.
Solche Schauen kann ich jedem Züchter nur ans Herz legen. Wer
seine Zucht weiterentwickeln will, bekommt hier in wenigen
Stunden mehr Erkenntnisse und Austausch als durch tagelanges
Recherchieren im Internet. Ein lohnender Besuch, fachlich wie
menschlich.