| Ort: | Müncheberg |
| Veranstalter: | KTZV Müncheberg D782 |
| Datum: | 25.10.2025 |
| Aussteller: | 115 Aussteller |
| Geflügel: | 983 Tiere davon 57 Hühner und 113 Zwerghühner |
| Eintritt: | 3 Euro - Kinder frei |
| Katalog: | 8 Euro für 60 Seiten |

Am Wochenende des 24. und 25. Januar 2026 fand in Müncheberg
die 30. Landesrammlerschau Berlin-Brandenburg mit
angeschlossener Allgemeiner Geflügelschau statt. Die
Veranstaltung stellte den Ersatztermin für die ursprünglich auf
den 01./02. November 2025 angesetzte Kleintierschau dar, deren
Absage für viele Züchter eine große Enttäuschung gewesen war.
Umso erfreulicher war es, der Einladung des KTZV Müncheberg
folgen und dennoch Tiere ausstellen zu können.
Der Fokus dieses Artikels liegt auf der Allgemeinen
Geflügelschau, die im Rahmen der Veranstaltung durchgeführt
wurde.
Die Kommunikation mit der Ausstellungsleitung verlief reibungslos, das Engagement der Organisatoren war jederzeit spürbar. Dies war auch der Anlass, acht Ehrenpreise für die Jugend zu stiften – entsprechend der acht teilnehmenden Jungzüchter. Ein Ausstellungskatalog konnte vor Ort für 8 Euro erworben werden.


Insgesamt wurden 983 Tiere ausgestellt, davon 531 Rassekaninchen und 452 Tiere des Rassegeflügels. Bei den Senioren waren 57 Hühner und 83 Zwerghühner gemeldet, bei den Junioren standen 30 Zwerghühner in den Käfigen. Am ersten Ausstellungstag wurde eine Besucherzahl von rund 450 Personen verzeichnet.
Am zweiten Ausstellungstag wurde das Besucherbild überwiegend von Züchtern geprägt. Es fanden zahlreiche Fachgespräche statt, bevor nach der Preisübergabe die Tiere aus den Schaukäfigen geholt wurden und sich Aussteller wie Besucher in den verbleibenden Sonntag verabschiedeten.
Auch die Versorgung mit Speisen und Getränken war durchweg
positiv zu bewerten. Wie bereits bei der
Jungtierbesprechung des Kingtaubenclubs im September wurde
den Ausstellern und Besuchern ein sehr gutes Angebot
geboten.
Abschließend ist jedoch anzumerken, dass bei der Bewertung der
Tiere stellenweise mehr Nachsicht wünschenswert gewesen wäre,
insbesondere im Hinblick auf abgetretene Rücken. Dabei sollte
berücksichtigt werden, dass diese Schau um mehrere Monate
verschoben wurde und viele Tiere ihren züchterischen Höhepunkt
bereits überschritten hatten. Der natürliche
Entwicklungsverlauf lässt sich nicht aufhalten und sollte in
solchen Fällen stärker in die Bewertung einfließen.
Besonders hervorzuheben ist die Familie Bredow, die erneut ihr
hohes züchterisches Können unter Beweis stellte und in mehreren
Kategorien überzeugte. Dazu ist uneingeschränkt zu gratulieren.
Persönlich war diese Schau für mich ein Experiment, da meine Tiere üblicherweise zu einem deutlich früheren Zeitpunkt ausgestellt werden sollten. Dies war jedoch aufgrund mehrerer Absagen nicht möglich. Nach der Absage der Schau, ließ ich Ende Oktober meine Tiere bewerten und war mit der Qualität der Sundheimer sowie unserer Indischen Zwergkämpfer zufrieden.
Umso auffälliger war es, dass die Bewertungen bei dieser Schau mehrfach zwei bis drei Punkte unter der vorherigen Bewertung lagen. Woran dies letztlich lag, lässt sich nur spekulieren. Ein entscheidender Faktor dürfte jedoch die Zeit gewesen sein, die gegen die Blüte der Tiere gearbeitet hat. Hinzu kommt, dass die Tiere bereits Mitte November mit dem Legen begonnen hatten.
Ein alter Züchter sagte mir einmal:
„Der beste Zeitpunkt für die Ausstellung ist, wenn das erste Ei
gelegt wurde.“


Dieser Zeitpunkt war bei meiner Gruppe längst überschritten – was sich folgerichtig auch in den Bewertungen niedergeschlagen hat.
An dieser Stelle gilt mein Dank Jonas Gebert für die kurze Tierbesprechung sowie die verständlichen Erläuterungen insbesondere bei den Indischen Zwergkämpfern, welche mir bei der Zusammenstellung meiner Stämme für die kommende Saison sehr geholfen hat.
Kritisch anzumerken bleibt darüber hinaus die Qualität des
Einstreus in den Geflügelkäfigen. In meinem Fall wurde zwar
umgehend Abhilfe geschaffen, dennoch sollte eine vorherige
Kontrolle des Einstreus zum Standard gehören und nicht erst
nach Hinweisen durch Aussteller erfolgen.
Insgesamt war die Allgemeine Geflügelschau in Müncheberg eine
ordentlich organisierte Veranstaltung, die trotz der
schwierigen Vorgeschichte mit Absage und Terminverschiebung
durchgeführt werden konnte. Organisation, Kommunikation und
Verpflegung lagen auf einem guten hohem Niveau, ebenso das
Engagement für die Jugend und der fachliche Austausch unter den
Züchtern.
Gleichzeitig hat die Schau deutlich gemacht, dass Terminverschiebungen unmittelbare Auswirkungen auf die Qualität und Bewertbarkeit der (meiner) Tiere haben. Dies sollte bei zukünftigen Bewertungen stärker berücksichtigt werden. Auch kleinere organisatorische Punkte, wie die Kontrolle des Einstreus, verdienen mehr Aufmerksamkeit.
Unterm Strich bleibt mir diese Schau mit mehr Licht als Schatten in Erinnerung. Sie zeigt, dass unter den gegebenen Umständen viel richtig gemacht wurde. Vielen Dank dafür und bis zum nächsten Mal.
